Volles Haus und rege Diskussionen beim instapp Mobile Recruiting Frühstück

Soll man sich um die Smartphone-Generation, die unterwegs am Handy nach Jobs sucht, ganz besonders bemühen, oder führen besonders einfache, mobil verschickte Bewerbungen nur zu unnötigem Mehraufwand, weil sich die Kandidaten nicht ausreichend mit der Stelle beschäftigen? Diese und viele weitere aktuelle Fragen wurden beim „Mobile Recruiting Frühstück“ von Hill Woltron und instapp.at ausführlich diskutiert. Die „Mobile Candidate Journey“ stand im Mittelpunkt des interessanten Vortrags von Prof. Stefan Böhm von der RheinMain-Hochschule in Wiesbaden. Er forscht seit 2008 zu diesem Thema und präsentierte neben neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und Marktdaten auch seine persönlichen Erfahrungen mit der Personalsuche im Online-Zeitalter.

studie: interesse an mobiler bewerbung

Die erfahrenen Recruiter Mag. Ruth Krumböck (Head of Human Resources conwert Immobilien) und Franz Hill (Geschäftsführer der Hill Woltron Management Partner GmbH) diskutierten im Anschluss unter der Leitung von Claudia Stradner (Kurier) über ihre eigenen Erfahrungen und Beobachtungen. „Es reicht schon lange nicht mehr, am Samstag ein Inserat zu schalten, und dann zwei Wochen auf den Rücklauf zu warten“, stellte Franz Hill fest. „Wir wollen Kandidaten heute alle möglichen Wege öffnen, mit uns in Kontakt zu treten. Wir haben es mittlerweile mit einem Markt zu tun, wo es manchmal einfacher ist, Suchaufträge zu akquirieren, als Bewerbungen von entsprechend qualifizierten Kandidaten zu bekommen.“

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„Derzeit ist im Recruiting kein Jahr wie das zuvor“, bestätigt auch Ruth Krumböck die schnellen Veränderungen, „wir müssen uns für jede Stelle genau überlegen wie und wo wir suchen, und werten die eingesetzten Kanäle auch laufend aus, um unsere Ressourcen zu optimieren.“ In Tools wie instapp sieht sie eine Möglichkeit, Hürden für Bewerber zu beseitigen.

Einfach und unüberlegt?

Der Einwand aus dem Publikum, zu einfache Bewerbungstools könnten zu unüberlegten Bewerbungen und damit zu Mehraufwand führen, wurde ausführlich diskutiert. Franz Hill gab zu bedenken, dass auch zu Zeiten der postalisch verschickten Bewerbungsmappe aussichtslose Bewerbungen eingegangen seien. Stefan Böhm berichtete von IT-Firmen in Berlin, die auf der Suche nach Entwicklern auch mit einer Bewerbung zufrieden wären, die nur aus einer eMail-Adresse besteht, um zumindest mit möglichen Kandidaten ins Gespräch kommen zu können. Ruth Krumböck erinnerte daran, dass die meisten Recruiter eher mit sinkenden Bewerberzahlen zu kämpfen haben, als mit zu vielen Bewerbungen.

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Stefan Böhm rief abschließend dazu auf, mit neuen Technologien zu experimentieren statt abzuwarten. Die mobile Bewerbung sei die logische, nächste Evolutionsstufe im E-Recruiting. Durch Netzwerkeffekte würde sich die Verbreitung neuer Technologien auch immer weiter beschleunigen, wodurch die Gefahr steigt, Innovationsschritte zu verpassen.

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